MUSIK – Zukunft

Kultur bringt Freude unter die Leute. Es mag vielleicht Statuten und Richtlinien, Kriterien und Kritiken geben, die uns vorzugaukeln versuchen, es ginge um Ruhm, Anerkennung und andere nichtige Momentaufnahmen, doch ist das, was bleibt, die Freude in den Gedanken derer, die es zu genießen im Stande sind.

Wie man nicht sofort mathematische Grundformen errechnen, oder Gedanken schriftlich zu Papier bringen kann, muss auch der Genuss und die Freude an der Kultur erlernt werden. Die Musik kann uns, mit ihrer einzigartigen Kraft, eine hervorragende Lehrerin dafür sein.

In diesem Sinne arbeitet die KielerGruppe mit Unterstützung durch das IQSH und weiteren, führenden Parteien an einem Programm, das es Kindern aus dem Pilotstandort Herzogtum Lauenburg ermöglichen wird, kostengünstig Musikunterricht genießen zu können.

Das Programm soll Kindern generell die Chance bieten, in und mit ihrer Nachbarschaft gemeinsam zu musizieren. Ihr Kind kann sich, im Schutz der gewohnten Umgebung, an den verschiedensten Instrumenten ausprobieren. Dafür werden kleine Gruppen mit anfänglich je vier, später acht Schüler_Innen
zusammengebracht, die in Betreuung von Musikstudierenden eine Stunde/Woche die Welt der Musik entdecken.

Von heute für morgen
Das Programm der KielerGruppe soll Räume schaffen, in denen sich die Kinder ohne äußere Einflüsse zu einer Gemeinschaft formen können. Dabei nimmt sich die KielerGruppe das Erfolgsprojekt „JeKits – Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen” des Landes Nordrhein-Westfalen zum Vorbild. Dort wird jedem Kind, durch die Kooperation zwischen der teilnehmenden Kommunen und außer-schulischen Bildungsinstitutionen, der Zugang zur Musik geschaffen.
Ebenso wie bei „Jekits“ steht auch bei diesem Programm das gemeinsame Musizieren steht im Vordergrund.
Kreatives Arbeiten soll von Beginn an untrennbar mit Teamwork verstanden werden. Die musikalische Vielfalt kennenzulernen, wird dabei zu einem Gruppenerlebnis. Spielerisch kann den Kindern Rhythmus, Klang und
die Fürsorge zu Instrumenten nahe gebracht werden. Sie lernen somit bereits ab den ersten künstlerischen Schritten, dass Kultur nur gemeinsam funktioniert.
Ob das gegenseitige Beibringen von Melodien, das Zeigen von Griffen oder das Vorspielen und Zuhören; gemeinsames Musizieren egalisiert verurteilende Aspekte der Herkunft, der Religion und der Hierarchien fernab der Oktaven auf ganz natürliche, unaufdringliche Weise; vielmehr weiß sich die Musik durch
gesellschaftliche Vielfalt zu bereichern. Man könnte beinahe sagen, die musikalischen Grenzen lägen nur noch auf der Klaviatur.